Vorstellung des Songs ACAB von SpongeBOZZ

Der Track ACAB stammt vom Künstler SpongeBOZZ und wurde im Jahr 2015 veröffentlicht. ACAB gehört zum Album „Planktonweed Tape“ und erschien kurz zuvor als einzelne Singleauskopplung. Es gibt das Standard und God-of-Battle-Edition Album sowie eine streng limitierte Schwammconnection Box. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien meldete sich 30 Tage nach Veröffentlichung des Albums. Aufgrund des Songs „ACAB“ wurde das Album im September 2015 indiziert, obwohl der Track auf eine frei erfundene Geschichte basiert.

SpongeBOZZ ACAB: Hintergrund zur „BBM Mafia“

Das Image hinter SpongeBOZZ baute sich vor Release bei diversen Internetbattles auf. Der Künstler konnte das JBB (JuliensBlogBattle) in den Jahren 2013 und 2014 für sich gewinnen. Im Jahr 2013 gewann der Künstler den JBC (JuliensblogContest). In den einzelnen Battlerunden stellte sich SpongeBOZZ als Krimineller dar, der in vielen illegalen Projekten verstrickt ist. Hinter der Bikini Botton Mafia (kurz BBM) stecken mehrere Personen, die zu seiner Gang gehören. Diese Gangmitglieder gehören zur „Schwammconnection“. SpongeBOZZ bezieht sich im Track „ACAB“ primär auf die amerikanische Polizei. Insgesamt besteht der Track aus drei Parts, auf die wir eingehen.

Part 1: SpongeBOZZ tauscht Battle gegen Kriminalität

Im ersten Part geht der Künstler klar auf seine Tätigkeiten im Untergrund ein. Der Track beginnt mit „Schluss mit Internetrambos battlen, die Mostwanted bei Interpol: Schwammconnection“. Hinter Interpol steckt eine kriminalpolizeiliche Organisation aus 190 Mitgliedsländern. Die Behörde beteiligt sich an die Bekämpfung schwerer Verbrechen und krimineller Organisationen. Weiter heißt es: „Die Regierung hat mich eingestuft als Kapitalverbrecher, die Kripo fahndet, ermittelt mit Spionageequipment“. Zu Kapitalverbrechen gehören schwerer Mord, schwerer Raub und ähnliche schwerwiegende Straftaten. Im weiteren Verlauf macht der Künstler seinen Standpunkt klar: „Gangster mit Hoodcredibility, ich bin wie Sonny Black Bigboss im Ghetto“. Sonny Black war Mitglied der New Yorker Mafia „La Cosa Nostra“ und SpongeBOZZ stellt sich als ebenbürtig dar. Im letzten Teil des ersten Parts zeigt er die Furchtlosigkeit gegenüber den Polizisten. Mit den Parts „Kicken Bullenfressen auf den Bordstein – Schädelbasisbruch“ und „Und wenn ich will, dann landen Bullen selbst im Zeugenschutzprogramm“ deutet er Angriffe auf die Polizei sowie die Angst ihm gegenüber an.

Part 2: Das Ausmaß der Kriminalität

Im zweiten Part rappt SpongeBOZZ über das Ausmaß seiner Aktivitäten. Er geht auf die fiktive Stadt „Bikini Bottom“ ein zeigt im Part, wie ein typischer Alltag aussieht. Er sagt „Latinodrugdealer pushen die Indoorpflanzen, Bullets auf Informanten, Bikini Bottom – man sieht hier die Ghetto-Gs zwischen den Leichen der Bullen den Cripwalk tanzen“. Der oben angesprochene Bezug auf Amerika ist im zweiten Part deutlich hörbar. In kriminellen Gegenden der USA teilen sich ethnische Gruppen ein Stadtteil auf. SpongeBOZZ greift die Hispanics (Latinos) und den Cripwalk auf. Der Cripwalk gehört zu den Crips, eine Gang mit meist schwarzen Mitgliedern. Weiter heißt es „Und im Kofferraum mehr Koks als in ’ner Asservatenkammer, im verstärkten Koffer Kanonen, Zivilbullen werden bei verdeckten Operationen zerfetzt von Shotgunpatronen“. Das Ausmaß der Drogendealerei und die Respektlosigkeit gegenüber der Polizei hebt sich hervor. Die Beleidigungen sind Teil des Stilmittels, um den Titel „ACAB“ gerecht zu werden. Dies führt der Künstler im weiteren Verlauf fort. Der Part „Ich bin Gangsterboss wie Capone, sie starren panisch ins Pumpgunrohr, ich hab‘ mehr Bullen getötet als ein spanischer Matador“ stellt ihn wie im ersten Part als berüchtigten Drogenboss dar. Al Capone war in den 1920er und 1930er einer der berüchtigtsten Personen dieser Zeit. Der zweite Satz beinhaltet ein Wortspiel. SpongeBOZZ hat mehr „Bullen getötet als ein Matador“. Er meint damit einerseits die Polizei (Bullen als Abwertung der Polizei) und andererseits den Bullen (Stier) im Zusammenhang mit dem Matador. Der Stierkämpfer verpasst dem Tier am Ende der Show den „finalen Stoß“.

Part 3: Doubletime, Technik und Abschluss

Der SpongeBOZZ ACAB Track legt im dritten Part mehr Gewichtung auf die Technik und auf einen Abschluss. Der Part basiert auf den zweiten Teil des Songs und beginnt mit einer Doubletime-Passage. Mit dem Satz „Undercoverbullen wollen mich überführen, aber der Schwamm ist untouchable, komm‘ in deine Gegend, Drogenübergaben auf dem Boulevard der Herodealer, ticke meine Kilos an kubanische Kartelle“ verwendet der Künstler ein kleines Wortspiel. Er begeht riesige Drogenübergaben an kubanische Kartelle und zeigt keine Angst vor der Polizei, da er „untouchable“ und somit „unantastbar“ für die Justiz sei. Im letzten Teil heißt es „Mache Money mit dem Cannabis, wir schiffen an die Rotterdamer Hafenküste, Business mit Holländern, wir schmier’n den Zoll und bringen dann die Lieferware mit den Minivans über die Grenze nach Germany, ticke Weed in meiner Hood, Bikini Bottom“. SpongeBOZZ bestärkt den Bezug zur amerikanischen Kriminalität durch den internationalen Drogenschmuggel. Er gibt Germany als Ziel für die Ware an und tickt Weed in seiner Hood „Bikini Bottom“. Die fiktive Stadt liegt laut der Passage in Deutschland, während SpongeBOZZ laut Song auf internationaler Ebene agiert. Der Track endet mit „Wir sind kredibile Motherfucker, bangen alle Bullen wie ’ne Hooliganarmee – all cops are bastards!“ Damit greift er die Bezeichnung „ACAB“ auf und spricht sie im gesamten Song das erste Mal komplett aus. Der Nachfolger ACAB II erschien im Jahr 2017.

ACAB Day – jährlicher Feiertag der unterschiedlichen Subkulturen

Das Kürzel ACAB, mit ‚All Cops are Bastards‘ auszuschreiben, erfreut sich internationaler Beliebtheit. In vielen Subkulturen ist die Buchstabenkombination als fester Bestandteil der Interessen anzutreffen. „ACAB Day – jährlicher Feiertag der unterschiedlichen Subkulturen“ weiterlesen